Monat: Januar 2019

Schomburgs Reimomat

© Agnieszka Kosakowska
Schade, dass die meisten Verlage mit Kinderlyrik-Bänden so zögerlich sind. Sammelbände meine ich jetzt, mit den Werken einer Autorin, eines Autors. Gereimte Bilderbuchtexte werden ja gern genommen. Ich freue mich sehr über meine Reim-Bilderbücher,  z.B. „Neu in der Familie: Chamäleon Ottilie“ (Fischer Sauerländer 2017),  „1, 2, 3, so kann es gehn, eben waren es noch zehn“ (Tulipan 2017) und, ganz druckfrisch, „Klaus, wir retten dich, halt aus“, ein gereimtes Weihnachtsabenteuer (arsEdition 2018).
Für weitere Gedichte habe ich ein geniales Vermarktungskonzept entwickelt und teile es gern mit euch:

 

Zukunftspläne

Andrea Schomburg 2018

 

Ein Dichter ist total frustriert,

weil kein Verlag ihn publiziert.

Und der Agent, mit Achselzucken,

sagt: „Lyrik will halt keiner drucken.

Ich tu ja wirklich, was ich kann …“

Der Dichter denkt sich irgendwann:

„Ich find ja doch kein Publikum“,

reimt sich noch eins und bringt sich um.

Nun sagen alle, das ist klar,

wie herrlich er als Dichter war:

Sensibel, einfühlsam, verletzlich

und schlechthin einfach unersetzlich.

Und eines Tages dringt die Klage

natürlich auch bis zum Verlage,

und der Verleger sieht, genial,

sofort das Absatzpotential:

„Der hat sich umgebracht? Ach nee!

Da war doch noch dies Exposé …

Hm, ja – sieht bisschen dünne aus –

Na, ist egal, das bring‘ wir raus.

Und in den Klappentext er schreibt:

„Der Dichter hat sich jüngst entleibt.

Sein Schicksal war bewegt und tragisch,

doch seine Dichtung, die ist magisch!“

Gesagt, getan. Das Buch erscheint,

und alles kauft und liest und weint,

und der Poet erlebt posthum

Erfolg und Glanz und Hype und Ruhm.

 

Dies lehrt: Den Dichter, den man mied,

den druckt man gern, wenn er verschied.

Ihr Dichter, die ihr denkt und schreibt –

plant lieber, wie ihr euch entleibt!

Und wenn ihr auch erst skeptisch guckt:

Was zählt, ist doch, dass man euch druckt!

 

 

 

10 Fragen an unsere SpreeautorInnen: Beate Dölling

© Didier Laget

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Name: Beate Dölling
geboren in:  Osnabrück
seit wann in Berlin: 1982
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1. Was sind die drei Lieblingsbücher deiner Kindheit?

Tom Sawyer und Huckleberry Finn (Mark Twain), Pippi Langstrumpf (Astrid Lindgren), Fortinbras ist entwischt (Eric Malpass).

2.  Wie kam es zu deinem Berufswunsch Autorin – und wie bist du es geworden?

Ich habe mir als Kind schon gern Geschichten ausgedacht, aufgeschrieben und meinen Freundinnen vorgelesen. Ich wollte immer Schriftstellerin werden und habe immer weitergeschrieben, bis ich es geworden bin 🙂

3. Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?

Ich habe verschiedene Arbeitsplätze, in Berlin und in Spanien und unterwegs auch. Meine Arbeitstische sind meistens voller Blätter und Bücher und immer mit Zitronen. Mittendrin steht mein Computer.

© Beate Dölling

4. Wann kommen dir die besten Ideen?

Beim Schwimmen.

5. Wie sollen die HeldInnen deiner Kinderbücher vor allem sein?

Selbstbestimmend, klug, voller Ideen, frech, lustig, liebevoll und unternehmungslustig..

6. Träumst du manchmal von deinen Figuren? Und wie heißt deine Lieblingsfigur?

Nur in meinen Tagträumen. Nachts träume ich manchmal neue Geschichten. Eine Lieblingsfigur habe ich nicht. All meine Figuren sind zusammen wie eine große Familie.

7. Wem liest du als Erstes deine Texte vor?

Meiner Tochter Paula und meinem Freund Didier, manchmal auch meinen Lektoren.

8. Machst du Lesungen oder Workshops mit Kindern? Fällt dir dir dazu ein Erlebnis ein?

Lesungen für jedes Alter und Schreibworkshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ich habe so viele verrückte Erlebnisse, dass ich darüber irgendwann mal ein eigenes Buch schreiben werde.

9. Was sollte sich in der Kinderbuchbranche grundlegend verbessern?

Dass die Bücher länger auf dem Markt bleiben und nicht nach ein paar Jahren schon zum „alten Eisen“ gehören oder eben ganz vom Buchmarkt verschwinden. Bestimmte Themen sind ja nach wie vor interessant und lesenswert, auch wenn das Buch schon älter ist.

10. Wie hieß das erste Kinderbuch, das von dir erschien, und was ist deine jüngste Neuerscheinung auf dem Buchmarkt?

Mein erstes Jugendbuch hieß: „Hör auf zu trommeln, Herz“ (Verlag Beltz & Gelberg) und mein erstes Kinderbuch: „Mama verliebt“ (dtv junior).
Meine Neuerscheinung, ein Kinderbuch ab 6 (Januar 2019): „Zwei kleine Wilde in der großen Stadt“, dtv junior.
Coverillustration von Alexandra Junge

Frohes neues Jahr! Mit Verlosung!

Wir Spreeautoren wünschen unseren Lesern ein wunderbares Jahr 2019! Am letzten Spreeautoren Stammtisch des Jahres wird bei uns traditionell immer gewichtelt. Jeder Autor oder Illustrator wirft eines seiner Bücher in den Wichtelsack. Dieses Mal ist ein Wichtelpaket übrig geblieben. Für dich, lieber Leser!

**** Danke für alle Teilnehmer an unserem Gewinnspiel! ****

Um das geheimnisvolle Wichtelbuchgeschenk zu erhalten, gibt es ein kleines Ratespiel:

In dem Buch spielen Tiere eine besondere Rolle… aber welche Tiere könnten das sein?

Sind es …

a) gelbe Welpen?

b) Nacktmulle?

c) Krähen?

Bitte schreibe die Antwort mit deiner Postadresse bis zum 12.01.2019 an spreeautoren@web.de

Das Wichtelgeschenk… was wohl drin ist?

 

Unsere Spreeautoren Weihnachtsfeier im Restaurant Max und Moritz

Veröffentlicht in Allgemein von Katja Spitzer.