Unsere Neuerscheinungen im Herbst 2020 / Teil 1

Die Spreeautor*innen haben trotz Corona weiter fleißig Bücher geschrieben und illustriert. Einige wurden zwar nach hinten verschoben und erscheinen später. Trotzdem gibt es jede Menge tolle neue Bücher, die wir euch heute vorstellen.

Coverillustration: Patricia Thoma

ACTIVISTS
Autorin und Illustratorin: Patricia Thoma
Verlag: Jacoby & Stuart
Inhaltsangabe: Patricia Thoma stellt in ihrer Graphic Novel junge Menschenrechtsaktivist*innen aus dem Bereich Umweltaktivismus, Kultur und Gesundheit vor, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz dazu beitragen, dass unsere Welt lebenswerter, gerechter und schöner wird.
Zielgruppe: Jugendliche


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10 Fragen an unsere SpreeautorInnen: Nele Brönner

© Foto: Herwig Bitsche

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Name: Nele Brönner
geboren in: Marburg an der Lahn
seit wann in Berlin: 2000
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1. Was sind die drei Lieblingsbücher deiner Kindheit?

Ich beschränke mich mal auf die Bilderbücher. Eines war „Lupinchen“ von Binette Schroeder, erschienen bei NordSüd – allerdings dachte ich, bis ich eben auf der Verlagsseite nachgeschaut habe, dass Lupinchen ein Mädchen ist und keine Puppe!

Außerdem: „Ein Tiger kommt zum Tee“ von Judith Kerr und „Zottel, Zick und Zwerg“ von Alois Carigiet.

2.  Wie kam es zu deinem Berufswunsch Illustratorin – und wie bist du es geworden?

Erst an der Uni wurde mir klar, dass es diesen Beruf überhaupt gibt und dass es dabei um Bilder geht, die erzählen. Ich habe Visuelle Kommunikation an der UdK studiert, bin in die Klasse Illustration von Henning Wagenbreth gegangen und habe dort meinen Abschluss gemacht.

Dann hat es einfach noch lange gedauert, und irgendwann war ich Illustratorin.

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Die 10 häufigsten AutorInnen-Ärgernisse

© Till Hülsemann

Von Salah Naoura

Als ich Anfang der Neunzigerjahre im Lektorat eines Kinderbuchverlages zu arbeiten begann, nahm mich dort gleich in den ersten Tagen eine sehr nette, ältere, erfahrene Chefsekretärin beiseite und sagte: „Herr Naoura, denken Sie an die Freiberufler, die Übersetzer, Illustratoren und Autoren. Die brauchen ihr Geld und ihre Verträge. Diese beiden Dinge dürfen Sie also nie auf die lange Bank schieben.“ Ein guter Tipp. Heute bin ich selber Freiberufler und fluche nicht selten darüber, dass es solche erfahrenen Chefsekretärinnen, die freundlich an uns denken, in vielen Verlagen nicht mehr zu geben scheint. Mit welchem Kollegen oder welcher Kollegin auch immer man sich austauscht, immer gleichen sich die Probleme, die wir haben. Höchste Zeit daher, die
10 häufigsten AutorInnen-Ärgernisse mal öffentlich zur Diskussion zu stellen:

1.) „Der Vertrag muss noch unterschrieben werden und kommt dann demnächst …“

Diejenigen Verlagsmitarbeiter, die einen Vertrag unterschreiben könnten, sind immer gerade im Urlaub, weshalb wir mit der Arbeit ruhig schon mal beginnen sollen. Oft tun wir es und bekommen den Vertrag dann irgendwann nach Abgabe oder Erscheinen. Und irgendwann danach auch schon den Vorschuss …

2.) „Honorare können wir leider erst nach Vertragsunterzeichnung auszahlen …“

Manche Verlagsleute glauben nicht, dass Menschen, die frei arbeiten, in dieser Zeit Geld benötigen. Eine Programmleiterin wunderte sich über einen Autor, der ohne Vertrag und Vorschuss nicht beginnen wollte. Freiberufler müssten mit zuvor verdientem Geld das gerade laufende Projekt vorfinanzieren, erklärte sie ihm. Vorkasse gäbe es in keiner anderen (ihr bekannten) Branche. Sie selber bekomme ihr Gehalt ja auch immer erst am Monatsende.

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Links im Monat September

© Rowohlt Verlag, Coverillustration: Joachim Knappe

Auszeichnungen
„Das Rätsel von Ainsley Castle“ von Spreeautorin Holly-Jane Rahlens wurde von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur zum Buch des Monats gewählt. Zuvor wurde es bereits mit dem “Lektorix” geehrt, eine Auszeichnung, die von dem Institut für Jugendliteratur, der STUBE Wien und der Wochenzeitung Die Furche vergeben wird.

Spreeautor Martin Muser ist zum Lesekünstler des Jahres gewählt worden. Herzlichen Glückwunsch!

Das Buch „Bin ich klein?“ von Philipp Winterberg, illustriert von Nadja Wichmann, wurde mit dem KIMI Award in der Kategorie Longseller ausgezeichnet.

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Mit Ohrenbär fing alles an

© Andreas Eisenhart

Von Sabine Ludwig

Nun, das stimmt nicht so ganz, denn natürlich begann meine enge Beziehung zum Radio sehr viel früher. Als Kind war unser Radio für mich ein Zauberkasten. Lange war ich davon überzeugt, dass darin winzige Menschen steckten, die sprachen, sangen, musizierten. So wie das Engelsorchester auf Opas Weihnachtspyramide stellte ich mir auch das Orchester im Radio vor. (Allerdings ging ich nicht davon aus, dass der Pianist mit nacktem Hintern vor dem Flügel saß wie der Holzengel aus dem Erzgebirge.) Jeden Sonntagmorgen Punkt zehn ertönte: „Der Onkel Tobias vom RIAS ist da!“ Einmal im Monat gab es ein Hörspiel, ein Kasperlestück, das ich liebte, an den anderen Sonntagen waren die RIAS-Kinder bei Onkel Tobias zu Gast und erzählten oder sangen irgendwas. Ich fand es öde und bin bis heute davon überzeugt, dass Kinder das, was Gleichaltrige machen oder sagen, selten interessant finden. (Das glauben vielleicht Programmverantwortliche, weil es so schön billig ist, Kindern ein Mikro vor die Nase zu halten.) Nein, Kinder wollen Geschichten hören, gern auch die der Erwachsenen. Ich erinnere mich, wie ich so tat, als schliefe ich, wenn die reißerische Erkennungsmelodie von „Es geschah in Berlin“ ertönte, damit meine Eltern bloß nicht auf die Idee kamen, das Radio abzustellen. Verstanden habe ich kaum etwas, genossen habe ich es trotzdem.

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